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Schloss Hoyerswerda

KRABAT/ Schadowitz als Leibgardist bei den Lustreisen des Kurfürsten

Diverse Lustreisen des Kurfürsten Johann Georg III. von Sachsen nach Hoyerswerda sind von 1680 bis 1691 zu verzeichnen. Aus Bautzen kommend bezog er mehrfach auf dem Schloss Hoyerswerda Quartier, um die Region und Stadt Hoyerswerda zu besuchen – ob zum Zwecke der Jagd, des Erlebens von Auerhahnbalzen, der Vergnügung wegen oder zum Nächtigen auf Reisen. Zahlreiche Fourierzettel (Quartier- und Verpflegungslisten) weisen Schadowitz als Rittmeister in Hoyerswerda nach.

Als Leibgardist und Kammerjunker des Kurfürsten hatte Schadowitz bei diesen Besuchen die Schlosswache zu organisieren. Da der Kurfürst kein eigenes Wachregiment mitführte, organisierte KRABAT Schadowitz, wie ihn der Kurfürst liebevoll nannte, die Schlosswachen mit den Bürgern der Stadt. Dabei stellte er die Sicherheit der gesamten Reisegesellschaft sicher. Im Jahre 1744 berichtet Salomon Gottlob Frentzel in Hoyerswerdas Chronik von einem 3-tägigen Hoffest mit Schlittenfahrten, Essen und Trinkgelagen im Februar 1688, welches Johann Georg III. mit einem Gefolge von 130 Hofdamen und Kavaliere auf dem Schloss Hoyerswerda durchführte. Auch den Huldigungen der nachfolgenden Kurfürsten Johann Georg IV. (1692) und August dem Starken (1694) in Hoyerswerda wohnte Schadowitz bei.

 

StadtRallye mit Schadowitz durch die Altstadt Hoyerswerda

Hoyerswerda Schnitzeljagd Zeichnung schwarzweiß

Frage zur Station
"Schloss Hoyerswerda"

Welches Tier befindet sich im Schlossgarten links neben der Schlossbrücke?

Gehe zum Schlosseingang und riskier einen Blick nach links in das Gehege des gesuchten Tiers. Findest du es nicht? Frag doch mal im Schloss oder Zooshop nach.

Das gesuchte Tier ist braun und wird mit drei Buchstaben geschrieben.

Lass das Schloss hinter dir und biege nach links Richtung der drei riesigen Eichen. Folge der Straße entlang der Villa „Am Schloss“ bis du auf einen kleinen Fluss stößt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite findest du die nächste Station.

Zur Station „Amtshaus“

"Was für ein Tag. Nachdem ich die Wachen eingewiesen habe, muss ich im Schlosspark erst einmal eine Runde frische Luft schnappen."
Malerei Jörg Tausch
Johann v. Schadowitz
Bodyguard d. Kurfürsten

Geschichte(n) erleben

im Schloss und Stadtmuseum Hoyerswerda

Geschichte wird lebendig

Authentische Objekte aus den verschiedenen Zeiten, Mitmachangebote
und Hörstationen machen die Vergangenheit lebendig.
Hier entlang zum Schloss und Stadtmuseum
Trompeter Skulptur

Wie ein Besiedlungsort zu einem Namen und einer Burg kam

Wenn man sich mit der Geschichte des Schloss-Standortes Hoyerswerda befasst, erschließen sich einem ebenso wechselvolle wie reichhaltige, abenteuerlich spannende und zugleich bewegende Überlieferungen, von denen sogar einige in das Reich der Mythen und Legenden gehören.

Die Lebensgeschichte dieses Standortes beginnt, wie zahlreiche Fundstücke beweisen, irgendwo in den versunkenen Tiefen der vorgermanischen Besiedlung und formte sich erst ab dem Jahr 1003 zu dem heute angenommenen Geschichtsbild. 

In eben diesem Jahr soll der böhmische Oberjägermeister Howoran von Heinrich II., als Dank für seine Errettung aus höchster Lebensgefahr, mit der Herrschaft Hoyerswerda belehnt und in den Freiherrenstand mit dem Titel „von der Duba“ (von der Eiche) geadelt worden sein. Und eben diese Herren „von der Duba“ sollen dann wohl einige Generationen lang, die Geschicke der Herrschaft Hoyerswerda gelenkt und geleitet haben. Konkret nachweisen lässt sich diese Begebenheit jedoch bis heute nicht.

Die erste beweiskräftige Nennung der Stadt Hoyerswerda finden wir heute in der Teilungsurkunde der Herrschaft aus dem Jahre 1268, in der Markgraf Otto von Brandenburg die Teilung der Oberlausitz in das Land Budissin (Bautzen) und das Land Görlitz beurkundete.

In einer weiteren aus dem Jahr 1268 stammenden Urkunde wird dann ein gewisser „Hoyerus de Friedeberg“ benannt, der den Zehnten von Hoyerswerda vom Bistum Meißen zum Lehen hatte. Und eben dieser Hoyerus de Friedeberg soll in der Mitte des 13. Jahrhunderts an dem Standort des heutigen Schlosses eine erste hölzerne Wasserburg im Charakter einer Grenzburg zwischen Böhmen und Brandenburg errichtet lassen haben, wie es archäologische Funde aus seiner Zeit beweisen.

StadtEntdeckerWissen

Hoyerswerda: Geschichte über das Schloss

Quelle: Peter Biernath

Von der hölzernen Wasserburg zum Schloss aus Stein

Aus der hölzernen Wasserburg entwickelte sich in den nächsten Jahrhunderten allmählich eine mit einem steinernen Schloss befestigte Wallanlage, die durch ihre Besitzer nach und nach immer weiter ausgebaut wurde. Nach Hoyerus de Friedeberg (Graf Hoyer von Vredeberg) war das Schloss und die Herrschaft Hoyerswerda im Besitz derer von Schönfeld, die sie 1355 an die Grafen von Schwartzburg und jene bereits 1357 an den Kaiser Karl IV als König in Böhmen verkauften.

Die Kette der Besitzer des Schlosses und der Herrschaft lässt sich dann über Thimen von Colditz für die Jahre 1371 bis 1381, über die Herren von der Duba (1382 bis 1460), die Herren von Schönburg, auch Schumberg oder Schömburg genannt (1461 bis 1468), Jaroslav von Sternberg (1468 bis 1481), George von Stein (1481 bis 1492), die Herren von Schönburg (1492 bis 1571), die Herren von Maltitz (1572 bis 1582), die Herren von Promnitz (1582 bis 1620 mit Schlossneubau in 1592), die Herren von Ponickau (1620 bis 1651) weiterverfolgen.

Quelle: Marketingverein Familienregion HOY e.V.

Die Oberlausitz wird ein "autonomes" Markgrafentum

1346 gründeten die fünf böhmisch-königlichen Städte der Oberlausitz Bautzen, Lauban, Löbau, Görlitz, Kamenz und Zittau den Sechsstädtebund. Nach und nach bildete sich auf dem Gebiet der Oberlausitz ein Zwei-Stände-System heraus, in der die das Land Besitzenden, einerseits die sechs Städte (der „Stadt“-Stand) und andererseits der Adel sowie der Klerus (der „Land“-Stand) eine eigene, gemeinsame Organisation bildeten, um ihre Angelegenheiten relativ autonom vom böhmischen König zu regeln und zwar den Oberlausitzischen Landtag.

Die Herrschaft Hoyerswerda gehörte in dieser politischen Struktur zum „Land“-Stand.

Quelle: Peter Biernath

Die Oberlausitz und die Herrschaft Hoyerswerda wird Kursächsisch

Infolge der territorialen Veränderungen durch den Dreißigjährigen Krieges fiel das bis dahin böhmische Markgrafentum der Oberlausitz 1635 an Kursachsen. Wenngleich der Kurfürst nun formelles Oberhaupt der Oberlausitz wurde, verlor das Zwei-Stände-System der Oberlausitz ihre politische Autonomie gegenüber dem Kurfürsten nicht.

1651 kaufte der sächsische Kurfürst Johann Georg I. von Herren von Ponickau die Herrschaft Hoyerswerda, die damit in die Hand der Wettiner kam, der sächsischen Kurfürsten-Familie. Ab 1669 wurde sie somit Besitz des Kurfürsten Johann Georg III., dem maßgeblichen Dienstherrn des Johann von Schadowitz.

Ein Projekt des Marketingvereins Familienregion HOY e. V. mit freundlicher Unterstützung durch:

Susann Wuschko Tourguide in Dresden
Familienzeit Schloss Museum Hoyerswerda

Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda

Mit allen Sinnen reisen Familien im Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda durch die Zeit. Mit-Mach-Angebote, Hörstationen, Filme und Schätze aus der Vergangenheit vermitteln die Geschichte(n) Hoyerswerdas und der Lausitz.

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Zoo Hoyerswerda

Zoo Hoyerswerda

Im Zoo Hoyerswerda geht es auf tierische Weltreise mit rund 1000 Tieren in 120 Arten von sechs Kontinenten, Schaufütterungen, begehbaren Gehegen, In- und Outdoor-Spielplätzen, Zoo-Restaurant und Geschenkideen im Zooshop.

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